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Werbeleistungsvertrag – verbindlich.



Das Gesamtpaket Werbeleistungsvertrag umfasst nicht weniger als zehn Papiere.

Bis zu fünf davon sind für Regelungen zwischen Werbeauftraggeber und Agentur vorgesehen. Drei Papiere benötigt die Agentur für werkvertragliche Vereinbarungen mit Mitarbeitenden, Freelancern und Dritten und zwei Papiere sind für die agenturspezifischen «Allgemeine Geschäftsbedingungen» sowie deren «Leistungen, Tarife und Honorare» vorgesehen.

Zwischen Werbeauftraggeber und Agentur werden auf Basis des «Werbeleistungsvertrag» (Grundsätze) mindestens der «Einzelauftrag» oder die «Einzelauftragsbestätigung» vereinbart. Diesen kann eine «Rahmenvereinbarung» vorangehen oder – im Fall von Präsentationen – ein «Projektierungskredit».

Zum besseren Verständnis der Zusammenhänge können Sie hier kostenlos die Übersichtsgrafik herunterladen.

Der Werbeleistungsvertrag reduziert die rechtlichen Klippen auf ein absolutes Minimum und ebnet den Weg für eine produktive und gefreute Zusammenarbeit zwischen Werbe-Auftraggebern und Agenturen.
Sein grösster Vorteil liegt in der Berücksichtigung der gemischtvertraglichen Verhältnisse, die Auftraggeber und Agentur miteinander eingehen. Und er ist so flexibel aufgebaut, dass er jederzeit veränderten Rahmenbedingungen (Gesetzgebung, Rechtsprechung) angepasst werden könnte.
Die Zusammenarbeit zwischen Werbenden und Werbern untersteht grundsätzlich der Vertragsfreiheit. Es wäre also – rein theoretisch – möglich, dass Werbe-Auftraggeber und Agentur einen x-beliebigen Vertrag miteinander abschliessen. Rein theoretisch...

Doch die rechtlichen Rahmenbedingungen der kommerziellen Kommunikation sind äusserst komplex; es gibt kein Werbe-Gesetz! Die Vorgaben, nach welchen sich Werbende und Agenturen zu richten haben, sind in der ganzen Rechtsordnung verstreut und werden je länger desto mehr auch von internationalem Recht beeinflusst.

Der Werbeleistungsvertrag kann (und will) geltendes Recht nicht wegbedingen, sondern dieses Recht noch konkreter ins Vertragsverhältnis einbinden und damit mögliche Disharmonien zwischen Werbeauftraggebern und Kommunikations-Agentur verhindern!

Zudem will er nicht die Vertragsfreiheiten und damit den beiderseitigen unternehmerischen Spielraum einschränken – beispielsweise beim gemeinsamen Festlegen von Tarifen und Honoraren.

Der Werbeleistungsvertrag wurde von der ASW Allianz Schweizer Werbe- und Kommunikations-Agenturen im April 2000 initiiert und am 22. August 2001 in Kraft gesetzt. Die ASW zeichnet sowohl für die Aktualisierung der einzelnen Papiere als auch für die Weiterentwicklung des gesamten Paketes verantwortlich.
Deshalb stehen einzelne Papiere ausschliesslich den Aktivmitgliedern der ASW zur Verfügung und können nur von diesen im Memberbereich der ASW-Website eingesehen werden.

Eine ausführliche Übersicht des Gesamtpaketes kann jedoch auch von Aussenstehenden erworben werden.

Bei der Erarbeitung des Werbeleistungsvertrages haben die Autoren alle nur erdenkliche Sorgfalt walten lassen, haben ähnlich gelagerte Vertragswerke sowie die Erfahrungen anderer Brancheninsider zu Rat gezogen und alle Papiere von zwei renommierten Fachjuristen überprüfen lassen.
Trotz dieser Sorgfalt und aller Rückversicherungen können die Autoren keine Haftung für die Richtigkeit des Werbeleistungsvertrags im Einzelfall übernehmen, insbesondere dann nicht, wenn einzelne Passagen oder Ziffern von Werbeauftraggebern oder Agenturen eigenmächtig umformuliert oder gänzlich gestrichen werden.